Abflug von einem EU-Flughafen
KLM-Flüge ab einem EU-Flughafen können unter EU261 fallen. Flugrichtung, Störungsart und Ursache müssen weiterhin geprüft werden.
Ein KLM-Fall wird schnell zu einem Anschlussfall. Amsterdam Schiphol ist ein bedeutender Umsteigepunkt. Deshalb zählt häufig nicht nur die Verspätung eines einzelnen KLM-Segments, sondern ob dadurch ein durchgehend gebuchter Anschluss verloren ging und wann das auf dem Ticket ausgewiesene Endziel tatsächlich erreicht wurde.
KLM ist eine EU-Fluggesellschaft. EU261 ist daher im KLM-Netz besonders relevant, auch bei bestimmten von KLM durchgeführten Flügen aus einem Nicht-EU-Staat in die EU. Bei Reisen mit Air France oder anderen Partnern muss dennoch die ausführende Airline des gestörten Segments festgestellt werden.
Eine erhebliche Verspätung, Annullierung oder unfreiwillige Nichtbeförderung kann einen Anspruch begründen. Bei einer KLM-Umsteigeverbindung sollten alle Segmente der Buchung aufbewahrt werden, weil eine zunächst kleine Störung am Endziel eine deutlich größere Verspätung verursachen kann.
Für die Prüfung sind gebuchter Start und Endpunkt, die gemeinsame Buchung der Segmente, die ausführende Airline, der Störungsgrund und die tatsächliche Ankunft am Endziel wichtig.
KLM-Flüge ab einem EU-Flughafen können unter EU261 fallen. Flugrichtung, Störungsart und Ursache müssen weiterhin geprüft werden.
Da KLM eine EU-Airline ist, kann auch ein von KLM durchgeführter Flug aus einem Nicht-EU-Staat in die EU unter EU261 fallen, wenn die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind.
Wird das gestörte Segment tatsächlich von einer anderen Airline durchgeführt, genügt die KL-Flugnummer nicht. Betreiber und Reiseverlauf müssen zusammen geprüft werden.
Waren Zubringer und Weiterflug Teil einer Buchung, bewahren Sie den gesamten Reiseplan auf. Entscheidend kann die Verspätung am gebuchten Endziel nach dem verpassten Anschluss sein.
KLM kann auf einen späteren Flug oder eine andere Route umbuchen. Dokumentieren Sie alle Ersatzsegmente und die tatsächliche Endankunft.
Ein selbst gebuchtes separates Ticket sollte nicht automatisch als geschützter KLM-Anschluss behandelt werden. Bewahren Sie beide Buchungen auf.
Ein Ticket kann Segmente von KLM, Air France und weiteren Partnern kombinieren. Eine KL-Flugnummer beweist nicht allein, dass KLM den Flug tatsächlich durchgeführt hat. Prüfen Sie für das verspätete oder annullierte Segment die Angabe „operated by“ in Buchung oder Bordkarte.
So wird vermieden, die vermarktende oder ticketverkaufende Airline ungeprüft als ausführende Airline des betroffenen Fluges zu behandeln.
Bewahren Sie das erste Ticket auch nach Änderungen auf. Es zeigt die ursprünglich gekaufte Anschlussstruktur und das Endziel.
Sichern Sie neue Bordkarten, Flugnummern und die Ersatzroute. Damit lässt sich die Änderung der Reise nach der Störung nachvollziehen.
Notieren Sie die Ankunft am ursprünglichen Endziel. Bei einem verpassten Anschluss ist sie häufig aussagekräftiger als die Verspätung des ersten Segments.
Wir erfassen die gesamte Buchung einschließlich Schiphol-Anschlüssen und ursprünglichem Endziel.
Wir stellen die ausführende Airline des gestörten Segments fest und prüfen, ob EU261 oder ein anderer Fluggastrechterahmen relevant sein kann.
Bei geschützten Anschlüssen strukturieren wir den Fall anhand der tatsächlichen Ankunft am gebuchten Endziel und der vorhandenen Störungsnachweise.
Übermitteln Sie den vollständigen Reiseplan, die ausführende Airline des gestörten Segments und die Ersatzverbindung. Bei einem verpassten Schiphol-Anschluss sollte auch die tatsächliche Ankunft am ursprünglichen Endziel dokumentiert werden.